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Gedanken zu BMI, Industrielle Nahrungsmitlverarbeitung

 
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benny



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BeitragVerfasst am: 10.03.2011, 23:38    Titel: Gedanken zu BMI, Industrielle Nahrungsmitlverarbeitung Antworten mit Zitat

Ich hatte gestern ein ganz interessantes Gespräch, an dessen Inhalt ich euch gerne teilhaben lassen möchte da ich es sehr spannend fand.

Mein Bekannter meinte zu mir, erst ab 1840 rum wäre unsere Volksgesundheit so langsam aber sicher immer mehr den Bach runter gegangen, und zwar mehr oder weniger parallel zur Einführung von Weizenweissmehl und raffiniertem Zucker. Denn erst Anfang / Mitte des 19. Jahrhunderts rum wäre in den USA im mittleren Westen der flächendeckende Anbau von riesigen Weizenfeldern möglich gewesen. In Verbindung mit den moderneren Verarbeitungstechniken, sprich längere Haltbarmachung und mahlung zu Auszugsmehl, wäre überhaupt der Export per Schiff und der Überseehandel von diesen Produkten rentabel geworden.

Das hat mich dann auf diese Seite gestossen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelindustrie#Historische_und_wissenschaftliche_Einordnung
Mit spannenden "Fortschritten" der industriellen Nahrungsmittelverarbeitung wie z.B.
- 1795 setzte Napoleon I. aus militärischen Erwägungen einen Preis von 12.000 Goldfranken für die Erfindung eines Verfahrens zum Haltbarmachen von Nahrungsmitteln aus.
- 1785 hatte Irvine die Verzuckerung der Stärke entdeckt und erforscht. Sehr bald, in Deutschland mit einiger Verspätung erst in den 1830er Jahren, entwickelte sich die Zuckerherstellung auf der Basis dessen, was Achard entwickelt hatte, zu einer expandierenden Industrie.
- 1828 gelang es dem Niederländer Coenraad J. van Houten, das Kakaopulver weitgehend bis auf 10 % zu entfetten. Das Schokoladenpulver war nach der Entfettung durch Van Houten wesentlich besser löslich und ermöglichte eine schnelle Verbreitung der Trinkschokolade.
- Auf der Grundlage seiner Beobachtungen entwickelt er [Pasteur] 1888 eine Methode zum Abtöten von Mikroorganismen durch Hitzeeinwirkung, das Pasteurisieren
- 1867 gelang es Henri Nestlé, ebenfalls auf der Basis der Muttermilch-Analysen von Justus von Liebig, ein lösliches Milchpulver herzustellen, das Säuglingen als Muttermilchersatz gegeben werden konnte:
- 1886 wurde erstmals Coca Cola mit Sodawasser gemischt als Getränk in Jacob’s Pharmacy in Atlanta für 5 Cent pro Glas verkauft. Es wurde damals nicht als Erfrischungsgetränk, sondern als Medizin verkauft.


In jedem Fall meinte mein Bekannter noch, dass damals bei der Schweizer Nationalgarde so gut wie alle Rekruten mit ihrem BMI im Bereich von 17 oder 18 lagen, und zwar wirklich fast ausschliesslich alle. Und heutzutage hätte man nicht mehr so einen "hohen Peak" (Gauß-Verteilung), sondern einen weiter Verteilten "Peak", sprich, heute liegen 80% der Bevölkerung zwischen BMI 18,5 und 24,9. Das heisst, ein Mann durchschnittlicher Größe kann heute 20 Kilo mehr wiegen und laut standards immer noch als Normalgewichtig gelten! Findet ihr das nicht auch krass?

Ich hab mich deswegen gefragt, war es wohl bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts für das "breite Volk" vielleicht noch möglich die zur Verfügung stehende Diät Rückstands- und "Schlackenfrei" zu verdauuen? Klar ist auch dass sie durch mangelnde Vorratshaltung eventuell manchmal auch weniger zu essen hatten und noch härter arbeiten mussten. Wie seht ihr das?

Dann hab ich mir auch nochmal die Frage gestellt, ob ich wirklich Personen mit einem BMI von z.B. 17 jetzt für krankhaft halte oder nicht. Denn laut Wikipedia beginnt Magersucht bei einem BMI von unter 17,5. Auf dieser Webseite sind z.B. einige Models abgebildet mit zum Teil recht niedrigen BMIs.
http://www.thin-is-beautiful.de.tl/BMI-Celebreties.htm
Ich möchte wirklich mit meinen Augen urteilen, versuchen zu erkennen ob die Personen gesund aussehen oder ob nicht. Rummer Willis mit einem BMI von 16,8 sieht in meinen Augen laut dem Foto auf der Webseite sehr gesund aus. Bei Kate Moss hingegen mit einem BMI von 17,3, da finde ich sie ist fast zu dünn, wenn die Rippen so rausgucken.

Was denkt ihr dazu?
_________________
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in Gedenken an Jack LaLanne (1914 - 2011), frei übersetzt:
Du musst dich um 640 Muskeln kümmern, die beste Möglichkeit ist Bewegung. Du kannst dich perfekt ernähren, aber ohne Bewegung hast du Probleme. Einige Gesundheitsfanatiker essen nur Rohkost, aber machen keinen Sport und sehen schrecklich aus. Andere Leute treiben wie wahnsinnig Sport und essen Müll. Sie sehen gut aus, denn Sport ist der König. Ernährung ist die Königin. Verbinde sie und du hast ein Königreich!
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exciplex



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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 00:02    Titel: Antworten mit Zitat

komischerweise haben laut dieser seite die dicken weiber alle ein niedriges gewicht (jedenfalls viel niedriger als es aussieht) + bmi und umgekehrt. es liegt einfach viel daran, ob jemand sport macht oder nicht. 2 kg muskeln mehr sieht man GAR NICHT. aber 2 kg fett sieht man auf jeden fall.

der bmi hat daher auch überhaupt keine aussagekraft. der körperfettgehalt sollte bestimmt werden, und der ist bei frauen gut um die 20 %.

ich bspw. wiege 11 kg mehr als anne hathaway (gleiche größe!), die ziemlich unförmig aussieht wie ich finde. ich sehe im gegensatz zu ihr richtig dünn aus.
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Shanti Shardee



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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, man sollte sich solche blöden Seiten gar nicht erst anschauen. Ich glaube, dass nicht nur die falsche Ernährung ein Problem unserer Zeit ist, sondern auch diese übertriebene Thematisierung von Körpergewicht, Aussehen, BMI etc. Die jungen Mädels hungern sich auf Kleidergröße 32/34 herunter, selbst dann, wenn diese Größe vielleicht gar nicht ihrer natürlichen Form entspricht. Und die jungen Männer rennen alle ins Fitness-Studio, nehmen im schlimmsten Fall vielleicht sogar Anabolika, weil sie denken, nur dann attraktiv und etwas wert zu sein, wenn sie einen Six-Pack haben. Und die älteren Herrschaften lassen sich liften oder schmieren sich das Gesicht mit Make-Up voll und sehen dabei absolut lächerlich aus, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Ich meine, ist das Glück eines Menschen wirklich von dem Gewicht abhängig?! Selbst wenn man es geschafft hat, sich in eine Form zu bringen, die dem eigenen Schönheitsideal entspricht...ja und dann? Ist das Leben dann wirklich erfüllter? Und vor allem, ist es das Wert, so viel Energie und Mühe da hineinzustecken? Wo könnte denn diese ganze Energie hinfließen, wenn man sie nicht um diesen Körperkult kreisen lässt? Hätte man dann nicht viel mehr Kraft und Zeit für Kreativität, Bildung, soziales Engagement und Lebensfreude?

Mir ist meine Gesundheit sehr, sehr wichtig. Aber unter Gesundheit verstehe ich nicht unbedingt Schönheit, sondern viel mehr Wohlbefinden und Freiheit (die Freiheit, sich so bewegen zu können, wie man möchte, ohne Schmerzen z.B.). Die Schönheit kommt dann schon von ganz allein. Ich glaube, man kann Schönheit/Attraktivität nicht erzwingen. Und man muss sich bewusst machen, dass sie früher oder später vergeht.

Aber das ist ja gar nicht das eigentliche Thema. Ich glaube, ob ein BMI von 17 nun gesund ist oder nicht, hängt ganz vom Individuum ab. Wenn du dich stark mit deinem Gewicht beschäftigst, vielleicht sogar unzufrieden bist und dich zu dick fühlst, wenn du dich täglich auf die Waage stellt und ständig kritisch im Spiegel begutachtest, dann denke ich schon, dass das nicht mehr gesund ist. Wenn du aber einfach nur so dünn bist, dich gesund und fit fühlst und unbekümmert und zwanglos essen kannst, dann ist doch alles okay.

Meiner Meinung nach ist dünn-sein kein besonders erstrebenswertes Ziel. Aber ich habe viele Jahre gebraucht, um das zu erkennen (war früher selbst mal magersüchtig mit einem BMI von 13,8).
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Waldelfe



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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Shanti Shardee! Ich bin da ganz deiner Meinung.

Zu viel Körperkult ist geistig auch ungesund. Wir sollten wirklich mal nachdenken, in was wir unsere Energien investieren. Gesund leben und schön sein ist okay. Aber sich dermassen hineinsteigern ist nicht notwendig.
Unser Körper ist genauso vergänglich wie alles andere. Es ist gut und schön, wenn man gesund und fit alt werden kann. Aber das Allerwichtigste ist der Körper nun wieder auch nicht. Es gibt Wichtigeres im Leben.
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Geduld ist der halbe Weg.
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Keowyn



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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 17:01    Titel: Antworten mit Zitat

Shanti, danke für deinen schönen Post!

Ich hatte beim ersten Mal weggeklickt, weil mir die richtigen Worte fehlten und so unterschreibe ich dann jetzt einfach mal bei dir.

Zumal ich auf den Fotos keines von den von exciplex benannten *dicken weibern* sehe. Rolling Eyes
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exciplex



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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben:
Ich meine, ist das Glück eines Menschen wirklich von dem Gewicht abhängig?! Selbst wenn man es geschafft hat, sich in eine Form zu bringen, die dem eigenen Schönheitsideal entspricht...ja und dann? Ist das Leben dann wirklich erfüllter?


ja, ist es Mr. Green

vielleicht machst du ja nicht gerne sport, aber ein angenehmer nebeneffekt von körperlicher betätigung ist nun mal ein gutes/besseres/gesünderes aussehen. komischerweise finden viele, die dick oder doof aussehen, sport doof oder haben kritik wie diese Wink

schließlich kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich mit sport oder in einem schönen, gesunden körper besser fühlt, gottseidank! und ICH fühle mich schon besser, wenn ich sportlich aktiv bin - auch wenn ich bei untätigkeit trotzdem nicht aus der form komme. bewegung ist einfach essentiell.


Shanti Shardee hat Folgendes geschrieben:

Und vor allem, ist es das Wert, so viel Energie und Mühe da hineinzustecken? Wo könnte denn diese ganze Energie hinfließen, wenn man sie nicht um diesen Körperkult kreisen lässt? Hätte man dann nicht viel mehr Kraft und Zeit für Kreativität, Bildung, soziales Engagement und Lebensfreude?


ich glaube, dir sind einige zusammenhänge noch nicht so ganz klar. es wirkt nämlich eher umgekehrt, sieh mal hier:
http://www.strunz.com/news.php?newsid=1408

wie glück entsteht: http://www.strunz.com/news.php?newsid=1404

wenn du von sowas wie übertriebenem körperkult sprichst, kann ich deine kritik ein wenig verstehen. allerdings WEISST du natürlich nicht, ob diejenige person im einzelfall übertreibt, das kannst du nicht beurteilen. du übertreibst es vielleicht dafür mit der ernährung oder was anderem Wink
und auch das ist ja deine persönliche entscheidung, wie von den anderen auch. du bist du und die anderen machen es vielleicht anders. da muss man einfach mal selbstbewusst bleiben. ich wurde schon mal auf offener straße von einer frustrierten mutter aufgrund meines sportlichen aussehens beschimpft, das war absolut armselig, mir fehlten echt die worte. neid ist etwas ganz widerliches finde ich.

Zitat:
Mir ist meine Gesundheit sehr, sehr wichtig. Aber unter Gesundheit verstehe ich nicht unbedingt Schönheit, sondern viel mehr Wohlbefinden und Freiheit (die Freiheit, sich so bewegen zu können, wie man möchte, ohne Schmerzen z.B.).


ein gesunder mensch IST schön. ein gesunder mensch fühlt sich wohl. das eine ist eng mit dem anderen verbunden, wo du versuchst, künstlich zu trennen - vielleicht weil du dich angegriffen fühlst, von menschen, die offenbar "schöner" sind oder mehr wert auf ihr erscheinungsbild legen als du?
bleibt doch jedem selbst überlassen wie sehr er das für sich gewichtet :-)

@keowyn: lily allen finde ich hart an der grenze (die war schon mal dicker). die sieht furchtbar ungesund aus, der ganze körper so schlaff.
britney spears IST dick.

wer das normal findet, findet vielleicht auch industriemüll als kost normal (denn erst durch sowas kommt sowas).
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Gerald
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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

exciplex hat Folgendes geschrieben:
wer das normal findet, findet vielleicht auch industriemüll als kost normal (denn erst durch sowas kommt sowas).


Nicht unbedingt. V. Boutenko ist nicht sooo schlank. Wink

Liebe Grüße
Gerald
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Shanti Shardee



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BeitragVerfasst am: 11.03.2011, 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe exiplex,

Zitat:
komischerweise finden viele, die dick oder doof aussehen, sport doof oder haben kritik wie diese


ich habe an keiner Stelle erwähnt, dass ich Sport doof finde. Vielleicht willst du das auch gar nicht mit diesem Satz behaupten, aber so fasse ich es ein wenig auf. Leider irrst du dich zumindest in meinem Fall, ich praktiziere täglich Yoga, darunter auch anstrengende Yogastile wie Ashtanga Yoga.

Zitat:
allerdings WEISST du natürlich nicht, ob diejenige person im einzelfall übertreibt, das kannst du nicht beurteilen. du übertreibst es vielleicht dafür mit der ernährung oder was anderem Wink


Ja, da hast du Recht. Ich wollte mit meinem Post auch nicht alle über einen Kamm scheren, sondern viel mehr Denkanstöße geben.

Zitat:
ein gesunder mensch IST schön. ein gesunder mensch fühlt sich wohl. das eine ist eng mit dem anderen verbunden, wo du versuchst, künstlich zu trennen - vielleicht weil du dich angegriffen fühlst, von menschen, die offenbar "schöner" sind oder mehr wert auf ihr erscheinungsbild legen als du?


Auch hier gebe ich dir Recht, zumindest teilweise. Denn ich kann nicht sehen, wo ich versucht habe, Schönheit und Gesundheit "künstlich" zu trennen. Ich denke, es kann beides geben, das eine schließt das andere natürlich nicht aus. Vielleicht habe ich mich da nicht deutlich genug ausgedrückt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Menschen, die sehr attraktiv, aber nicht gesund sind oder umgekehrt. Aber auf diesem Gebiet könnte man unendliche Diskussionen führen, die ins Leere liefen, da wir ja alle wissen, dass Schönheit letztendlich etwas sehr subjektives ist.
Ich fühle mich nicht angegriffen. Ich wüsste auch nicht, wovon ich mich angegriffen fühlen sollte. Etwa von dem BMI eines Menschen, den ich nicht kenne und noch nie gesehen habe?! Oder von Bildern, die vermutlich alle in irgendeiner Form mit Photoshop bearbeitet wurden?! Nein, aus der Phase bin ich zum Glück herausgewachsen.

Zitat:
bleibt doch jedem selbst überlassen wie sehr er das für sich gewichtet :-)


Richtig. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Guten Abend! Wink
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benny



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BeitragVerfasst am: 12.03.2011, 02:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Shanti Shardee und auch die anderen,

vielen Dank für deinen netten Beitrag. Zuallererst muss ich Dir in vielen Punkten zustimmen. Magersucht ist in der Tat wie du schon sagst, und wie ich auch finde, eine schlimme Krankheit. Man sollte auch alles nicht zu verbissen angehen. Am besten ist wenn man Spass hat an dem was man macht.

Der Knackpunkt finde ich ist allerdings, wo fängt es an, und wo hört es auf. In den Zeiten wo ich für meine Verhältnisse extrem dünn war, merkte ich, wie ich immer riesigen Hunger bekam, und die Dinge schmecken dann auf einmal so wunderbar. Und ich esse auch sehr gerne, insbesondere wenn es dann so gut schmeckt.

Ich glaube, das was Magersüchtige ausmacht, ist, dann eben nicht auf den Körper zu hören, und sich krampfhaft weiter runterzuhungern, und einige wenden scheinbar auch schädliche Methoden wie das sich Übergeben nach Mahlzeiten etc an mit schlimmen folgen für den Körper. Aber das Körpergefühl wird ignoriert, und das ist ja für mich ein eindeutiger und sehr entscheidender Unterschied. Mir persönlich geht es ja im Gegenteil eben genau darum, viel besser auf den Körper zu hören.

Ich hatte persönlich auch ziemliche Tiefs. Musste mich morgens regelrecht quälen, um überhaupt aus dem Bett zu kommen, und das schon obwohl ich lange im Bett lag. An der Uni habe ich den Stoff nicht verstanden. Alles zig mal wiederholt und trotzdem nach kurzer Zeit wieder vergessen. Hatte keine Energie mehr für meine Familie. Habe alles nur noch als Belastung empfunden und mich miserabel gefühlt. Und das alles nur, weil ich "normal" bzw. "herkömmlich" gegessen habe?!?

Durch Fasten, natürlich Ernährung, Sport, Meditation bin ich mittlerweile auf einem Level wo ich mein Leben in vollen Zügen geniesse und mich auf meine Herausforderungen freue. Morgen stehe ich immer um fünf Uhr oder kurz nach auf, komme gut aus dem Bett und freue mich auf den Tag. Ich verstehe die Sachen die wir an der Uni lernen, habe das Gefühl dass ich beim lernen oder beim arbeiten manchmal richtige Geistesblitze habe, was vorher nicht der Fall war. Es ist wunderbar Zeit mit meiner Familie zu verbringen, da ich jetzt sehr viel Energie dazu zur Verfügung habe.

Ich habe nur das Gefühl - um nochmal auf den Inhalt meines ursprünglichen Beitrags zurückzukommen - dass in unserer heutigen Zeit einfach die Standards geändert wurden, um unserer fetten Gesellschaft Rechnung zu tragen. Indem wir sagen "ist doch alles ganz normal, die anderen sehen ja auch so aus" machen wir es uns wie ich finde ganz schön leicht. Denn sich Gesundheit zu erarbeiten ist auch ganz schön anstrengend. Aber es lohnt sich sehr wie ich finde.

Meine Meinung
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Franzl



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Beiträge: 1870

BeitragVerfasst am: 12.03.2011, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo benny,

benny hat Folgendes geschrieben:

Ich hatte persönlich auch ziemliche Tiefs. Musste mich morgens regelrecht quälen, um überhaupt aus dem Bett zu kommen, und das schon obwohl ich lange im Bett lag. An der Uni habe ich den Stoff nicht verstanden. Alles zig mal wiederholt und trotzdem nach kurzer Zeit wieder vergessen. Hatte keine Energie mehr für meine Familie. Habe alles nur noch als Belastung empfunden und mich miserabel gefühlt. Und das alles nur, weil ich "normal" bzw. "herkömmlich" gegessen habe?!?


Die persönliche Tiefs: war das vor Deiner RK-Zeit?
was meintest Du in diesem Zusammenhang mit "normal/herkömmlich"?
"normale (welche?) Rohkost" oder "normale" vegatrische Ernährung oder
"normale" vegane Ernährung oder "normale" gutbürgerliche Küche?

benny hat Folgendes geschrieben:

Durch Fasten, natürlich Ernährung, Sport, Meditation bin ich mittlerweile auf einem Level wo ich mein Leben in vollen Zügen geniesse und mich auf meine Herausforderungen freue. Morgen stehe ich immer um fünf Uhr oder kurz nach auf, komme gut aus dem Bett und freue mich auf den Tag. Ich verstehe die Sachen die wir an der Uni lernen, habe das Gefühl dass ich beim lernen oder beim arbeiten manchmal richtige Geistesblitze habe, was vorher nicht der Fall war. Es ist wunderbar Zeit mit meiner Familie zu verbringen, da ich jetzt sehr viel Energie dazu zur Verfügung
habe.


Klingt phantastisch super Freut mich für Dich.

Allerdings kenne ich auch Berichte von Rohis, denen mehrmaliges wiederholtes (Langzeit)fasten auf lange Sicht schlußendlich mehr geschadet als genutzt haben. Aber ich selbst habe da absolut keine Erfahrungen, ich bin seit 1986 lediglich ein erfahrener Kurzzeitfaster.
Das regelmäßige Fasten war vor meiner RK-zeit fast die einzige Möglichkeit, meine körperlichen Beschwerden zumindest zeitweise deutlich zu lindern

LG, Franzl
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benny



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BeitragVerfasst am: 12.03.2011, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Franzl,

danke der Nachfrage und für deinen Beitrag.

Franzl hat Folgendes geschrieben:

Die persönliche Tiefs: war das vor Deiner RK-Zeit?
was meintest Du in diesem Zusammenhang mit "normal/herkömmlich"?
"normale (welche?) Rohkost" oder "normale" vegatrische Ernährung oder
"normale" vegane Ernährung oder "normale" gutbürgerliche Küche?


Wo ich damals noch viel Fleisch gegessen hatte, hatte ich diese Tiefs. Als ich vegan gelebt habe, habe ich mich eigentlich recht gut gefühlt. Mit vegetarischer Ernährung teils, teils. Teils hatte ich ziemliche Tiefs, meistens wenn ich zu viel gegessen hatte und zu wenig Sport gemacht hatte und auch mein Rohkostanteil zu niedrig war.

Edit: Oft habe ich mich auch mit vegetarischer Ernährung gut gefühlt, aber irgendwie waren 3 Mahlzeiten am Tag immer zu viel für mich. Als ich eine Weile Dinner-Cancelling gemacht habe und nur gefrühstückt und Mittag gegessen habe ging es mir blendend.

Franzl hat Folgendes geschrieben:


Allerdings kenne ich auch Berichte von Rohis, denen mehrmaliges wiederholtes (Langzeit)fasten auf lange Sicht schlußendlich mehr geschadet als genutzt haben. Aber ich selbst habe da absolut keine Erfahrungen, ich bin seit 1986 lediglich ein erfahrener Kurzzeitfaster.
Das regelmäßige Fasten war vor meiner RK-zeit fast die einzige Möglichkeit, meine körperlichen Beschwerden zumindest zeitweise deutlich zu lindern

LG, Franzl


Ja das denke ich eigentlich auch. Also, vor allen Dingen wenn man nicht viel gefastet hat und dann direkt ein längeres Fasten macht dann läuft man eventuell Gefahr dass zu viele Giftstoffe im Körper aus den Zellen gelöst werden und die nicht durch gute neue Bausteine ersetzt werden. Wenn man jetzt bei Wasser fastet. Wenn man nur bei Wasser länger fasten möchte denke ich ist es sinnvoll sich durch kürzere Wasserfasten mit guter Ernährung dazwischen zu reinigen, und die Dauer dann gaaanz ganz langsam schrittweise zu erhöhen.

Wenn man mit Säften fastet dann werden ja neue Nährstoffe zugeführt und man kann länger fasten, sollte aber nicht zu viele zuckerhaltige Säfte trinken. Daher halte ich auch für am sinnvollsten bei mineralienreichen Grünen- und Gemüsesäften zu fasten.

Das sind meine Überlegungen dazu.

Deckt sich das mit deinen Erfahrungen? Oder was haben die Rohköstler genau gemacht, und wann kamen die Probleme? Würde mich sehr interessieren wenn du es etwas näher erörtern könntest.

winke
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Kati
Gast





BeitragVerfasst am: 12.03.2011, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich auch noch meinen Senf dazu geben darf.

Zitat:
Dann hab ich mir auch nochmal die Frage gestellt, ob ich wirklich Personen mit einem BMI von z.B. 17 jetzt für krankhaft halte oder nicht. Denn laut Wikipedia beginnt Magersucht bei einem BMI von unter 17,5. Auf dieser Webseite sind z.B. einige Models abgebildet mit zum Teil recht niedrigen BMIs.
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Ich möchte wirklich mit meinen Augen urteilen, versuchen zu erkennen ob die Personen gesund aussehen oder ob nicht. Rummer Willis mit einem BMI von 16,8 sieht in meinen Augen laut dem Foto auf der Webseite sehr gesund aus. Bei Kate Moss hingegen mit einem BMI von 17,3, da finde ich sie ist fast zu dünn, wenn die Rippen so rausgucken.

Was denkt ihr dazu?


Wenn ich diese Fotos und die jeweilige Grösse und Gewicht vergleiche, komme ich zum Schluss, dass bei einigen etwas nicht stimmen kann. z.B. Britney Spears mit 1.63 und angeblich 53 kg sieht viel fetter aus als Megan Fox, mit 1.63 und 50 kg, also nur 3 kg weniger bei gleicher Grösse. Ebenso Miley Cyrus, die mit 1.64 und 55 kg etwa die gleichen Proportionen haben sollte wie die Spears.
Genauso setze ich bei Angelina Jolie ein Fragezeichen. Wenn Jennifer Garner mit 1.73 und 57 kg so dünn ist, dann müsste doch Angelina Jolie mit 1.73 und 46 kg, also gleiche Grösse, aber 13 (!) kg weniger, viel, viel dünner sein. Auf dem Foto sieht sie aber eher rundlicher aus.
Was schliesst man daraus? Die Stars werden wohl ihre eigenen Angaben zu ihrer Grösse und vor allem zu ihrem Gewicht gemacht haben und nach Belieben das Wunschgewicht angegeben haben anstelle des tatsächlichen.

Ansonsten bin ich der Meinung, es wird schon manchmal übertrieben in Sachen Körperkult. Ich mache selber gerne Sport, aber mir geht es dabei in erster Linie ums Wohlbefinden. Dass dadurch auch das Aussehen und die geistigen Fähigkeiten besser sind, ist ein angenehmer Nebeneffekt, weiter nichts.

LG
Kati winke
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